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Ayurveda Wissen

Der Ayurveda beschreibt verschiedene Konzepte, die sich gegenseitig ergänzen und sowohl in der Ernährung als auch in der Medizin als Orientierung gelten. Diese Konzepte können wir - auch in vereinfachter Form - gut in unseren Alltag integrieren und schon bei kleinen Anpassungen profitieren wir. Wichtig: Der Ayurveda wertet nicht und ist nicht dogmatisch. Alles ist gut. Und Genuss gehört ganz selbstverständlich dazu.

Agni

Das Verdauungsfeuer

Der Mensch ist, was er verdaut.

Im Ayurveda hat das Verdauungsfeuer - das Agni - einen sehr hohen Stellenwert. Deswegen kümmern wir uns in unseren Programmen intensiv darum, was Verdauung und Stoffwechsel bedeuten, wie sie funktionieren und was wir ganz konkret tun können, um unsere eigene Verdauung zu unterstützen. Denn wenn wir etwas verstehen, können wir wirkungsvoller und direkter darauf einwirken.

Oft reichen schon kleine Anpassungen und wir spüren eine positive Änderung. Unsere Verdauung und unser Darm-Mikrobiom sind ein zentraler Hebel, wenn es um unser Wohlbefinden geht!

Die 6 Rasa

Die Regulieren

Mexikanisches Essensbuffet

Der Ayurveda kennt 6 Geschmacksrichtungen

Im Ayurveda kommt dem Geschmack als Qualität eine grosse Bedeutung zu, denn über diesen werden die Doshas reguliert. Daher sollten alle 6 Rasa möglichst in jeder Mahlzeit vorkommen. Dabei zählt alles, was in einer Mahlzeit enthalten ist: Vorspeise, Hauptgericht, Dessert, Getränke und natürlich all die Gewürze und Kräuter, die sich uns anbieten.

Es sind: süss - salzig - sauer - scharf - bitter - herb

Klingt kompliziert? Ist es nicht. Bereits mit wenigen Routinen, gelingt es uns sehr einfach, alle 6 Geschmacksrichtungen in jede Mahlzeit zu integrieren.. 

Die 3 Doshas

Die Konstitutionstypen

Hängende Blumenvasen

Der Ayurveda kennt 3 Konstitutionstypen, die 3 Doshas: Vata - Pitta - Kapha

Die 3 Doshas beschreiben unseren Körperbau, Stoffwechsel und Verdauung, unsere Persönlichkeit (zumindest teilweise) und vieles mehr. Fast alle Menschen sind Mischformen: Vata-Pitta / Vata-Kapha / Pitta-Kapha oder Tridosha, also alle drei Doshas. Das Gute: Es gibt keine Bewertung. Kein gut oder schlecht, sondern nur eine je individuelle Konstitution. 

Jeder Mensch hat übrigens von jedem Doha etwas in sich, denn sie stehen auch für die verschiedenen Bereiche unseres Körpers. Siehe Abbildung unten. Das Ziel ist es, dass unsere Konstitution ausgeglichen ist. Ist sie in Balance, sind wir es auch.

Seine Konstitution zu ergründen und zu verstehen, wie das alles zusammenspielt, ist äusserst spannend und ausschlussreich. Und auch hier haben schon kleine und unkomplizierte Änderungen eine grosse Wirkung. 

Das Desha

Unser Lebensraum

Café-Atmosphäre im Freien

Der Lebensraum, der geografische Raum, in welchem wir leben, umgibt uns und steht mit uns in einer kontinuierlichen Wechselwirkung.

Unsere Ernährung und auch unsere Heilmittel kommen im Idealfall aus dem selben Lebensraum, wie wir. Das Konzept des Desha lehrt uns, dass alles, was wir benötigen und was uns guttut, rund um uns wächst, existiert und entsteht. Das bedeutet, dass eine regionale und saisonale Ernährung für unser Wohlbefinden am besten ist.

In einem erweiterten Sinn steht Desha auch für unsere körperliche und geistige Verfassung, da auch sie ein Zuhause für uns darstellen.

Die Zeiten

Unsere Lebensrhythmen

Jahreszeiten.png

Unsere Welt und unser Leben werden von Rhythmen und Polen geprägt und geleitet.

Alles hat einen relevanten Einfluss auf uns und unsere Körperfunktionen: Tageszeiten, Jahreszeiten, Schlafenszeiten, Essenszeiten, die Klimazone und ganz allgemein Routinen. Deutlich zeigt es sich uns, wenn wir nach einem Langstreckenflug in einer anderen Zeitzone landen, in einer ungewohnten Klimazone und unsere ganzen Tagesabläufe durcheinander geraten. 

Schon wenige Routinen, die zu uns passen und die wir in unseren Alltag integrieren, können uns zu einer neuen Lebensqualität führen, weil wir unseren Rhythmen folgen.

Die Qualität

Auf was es ankommt

Image by Wesley Tingey

Qualität in jeder Form ist für unser Wohlbefinden von zentraler Bedeutung.

Wenn wir von Qualität reden, dann meinen wir im Ayurveda alles: die Qualität und Frische unserer Nahrungsmittel ebenso, wie die Zuwendung beim Kochen, die Qualität und Echtheit unserer Beziehungen, unsere Wohn- und Lebensumgebung, ja sogar unsere Bekleidung, aber ebenso der Sinn, den wir in unserer Arbeit oder ganz allgemein in unserem Tun finden, Schönes, das wir uns gönnen, sei dies aktiv beim Malen oder als Genuss im Konzert. 

Weniger ist mehr. Es geht nämlich hier nicht um grösser, schneller, teurer, sondern um das genaue Hinschauen, ums schätzen, um Dankbarkeit und um Achtsamkeit allem gegenüber.

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